July 14, 2015

Schauspinnen im Freilichtmuseum II

Am Sonntag war wieder der große Handwerkstag im Freilichtmuseum Großgmain (Siehe hier). Das Wetter war perfekt für einen Ausflug und so waren auch viele interessierte Besucher auf dem Areal des Museums, um sich diverse alte Handwerke anzusehen.

Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass Susi/Heather mich besucht hat. Wir haben viel geplaudert und sie hat auch gleich mit Monika mitgesponnen. Ich hatte auch einige Handspindeln dabei um zu zeigen, wie das Spinnen vor der Erfindung des Spinnrades ausgesehen hat, und natürlich kamen von den Kindern auch wieder die Fragen, wo sich Dornröschen denn gestochen hätte. Die Kids waren interessiert und großteils auch sehr brav, das Befummeln der diversen Faserproben die ich noch aufgestellt hatte hat ihnen wie den Erwachsenen gleichfalls Spaß gemacht. Alles in allem war es wieder ein schöner Tag, um den Menschen dieses alte Handwerk näher zu bringen.

Der Aufbau meiner Räder im Bauernbergerhof. Monikas erster Auftritt.

Faserproben von Edelfasern, Seide und Regeneratfasern

Handspindelausstellung.

July 08, 2015

Ein Spinnrad geht auf Reisen ...

Angefangen hat die ganze Geschichte beim letzten Spinntreffen in Fieberbrunn im Mai. Dort war auch wieder Wolkenschaf und die hatte diesmal auch ihr Humanus-Spinnrad dabei. Ich habe das Rad schon mehrmals auf Fotos im Internet gesehen, unter anderem in der Spinnrad-Galerie von Handspinnen.de. Und das Rad gefiel mir von der Optik schon immer recht gut. Allerdings war ich etwas skeptisch, da ich bisher mit flügelgebremsten Rädern (Marke Delft) nicht so die guten Erfahrungen gemacht hatte, was das Einzugsverhalten betraf. Natürlich habe ich die Gelegenheit wahrgenommen und das Humanusrad probegesponnen. Und was will man sagen, es ging wirklich gut. Der Einzug lässt sich nicht nur über einen sehr schlauen Klemm-Mechanismus sehr fein einstellen, sondern es lässt sich auch die Spannung des Antriebsriemens über den verstellbaren Spinnkopf regeln.

Jetzt hat die Sache mit den Humanus-Rädern einen kleinen Haken. Die Räder wurden vom Humanushaus in Breitenwiel, Schweiz hergestellt. Die Betonung liegt auf wurden, heute sind diese Räder neu nicht mehr zu bekommen, und viele gibt es auch nicht davon. Und die wenigen die Verfügbar sind, werden zu sehr hohen Sammlerpreisen gehandelt (oder es wird zumindestens versucht ...)

Da Wolkenschaf in Vorarlberg lebt, meinte sie ich solle mich bei einem bekannten Schweizer Kleinanzeigenportal umsehen und sie würde es mir auch abholen. Prompt gab es ein Rad in Chur, nur dass wir die Verkäuferin nicht kontaktieren konnten weil wir als Österreicher dort ausgesperrt waren. Ein zweites Rad war ebenfalls gelistet, allerdings zu oben genanntem Sammlerpreis. Gut, ich dachte mir macht nichts, kommt Zeit, kommt Rad. Vor kurzem habe ich dann wieder einmal die Google Bildersuche bemüht, einfach um ein wenig zu sabbern was das Rad betrifft. Und da sah ich dasselbe Foto wie bei Ricardo, aber auf einem anderen Portal. Auch die Adresse war dieselbe, Chur. Wieder Wolkenschaf kontaktiert, und kurz darauf kam eine Message durch "wir haben das Rad!". Ich rief sie dann tags darauf an, nur um festzustellen dass sie schon auf dem Weg war, um das Rad abzuholen. Und dass der Name des Rades Monika sei ...

Wieder ein paar Tage später kam die Nachricht, ein paar Salzburger wären bei Wolkenschaf zu einem Kurs und ob sie das Rad mitschicken solle? So kam es, dass Monika eine Luxusbusreise nach Salzburg spendiert bekam ...

Am Dienstag war es dann soweit, ich durfte Monika in Empfang nehmen Mit insgesamt drei Spulen, einem kleinen Säckchen mit Orignal-Anleitung vom Humanushaus, Ersatzteilen, Einzugshaken und sogar noch etwas gesponnener Wolle auf der Spule. Natürlich wurde sie gleich den vorhandenen Herdenmitgliedern vorgestellt und angesponnen :-)

Monika beim Einladen in Chur. Foto: Wolkenschaf

Lass dir niemals den Namen der Freundin tätowieren ... Foto: Wolkenschaf

Luxustransport im klimatisieren Bus nach Salzburg. Foto: Wolkenschaf

Eingetroffen und angesponnen.

July 03, 2015

Schauspinnen im Freilichtmuseum Großgmain

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal im Freilichtmuseum Großgmain am Handwerkstag dabei, um den Museumsbesuchern das Handspinnen von Wolle näherzubringen.

Am Sonntag, dem 12. Juli 2015 ist es wiede soweit: über 100 Handwerker aus Österreich und dem benachbarten Bayern zeigen im Freilichtmuseum alte, kaum mehr ausgeübte Handwerke, viele aus dem bäuerlichen Umfeld. Ich werde mit meinem Spinnrad wieder im Bauernbergerhof sein und auch das Spinnen mit der Handspindel demonstrieren. Ich freue mich schon auf die zahlreichen interessierten Besucher!