December 18, 2014

Handspindeln

Ich gebe es zu: ich bin süchtig. Und zwar nach Handspindeln. Ich spinne zwar auch am Spinnrad, aber für unterwegs sind Handspindeln einfach das perfekte Gerät. Inzwischen hat sich bei mir bereits eine ganze Herde angesammelt die ich zwischen den Weihnachtsfeiertagen einmal vorstellen und auch auf die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Spindeln eingehen möchte. Also wenn ihr selbst daran denkt, euch eine Handspindel (oder mehrere) zuzulegen und gerne mehr über die Spindeln internationaler Hersteller wie Golding, Bosworth, IST Craft, Malcolm Fielding, Spanish Peacock aber auch von deutschen Herstellern wie Paulitz oder Matthes erfahren wollt, dann schaut demnächst mal wieder vorbei!

December 16, 2014

Haferflockenbusserl

Letztes Wochenende habe ich ein leckeres Rezept meiner Kollegin Marge (vielen Dank!) für Haferflockenbusserl ausprobiert. Ich hab ihr im Verlag eins stibizt und war ganz angetan, weil dieses Gebäck nicht so süß ist und ich Haferflocken sowieso sehr gerne mag. Ich habe die Zuckermenge noch etwas reduziert als im Original angegeben (200 g). Und ich hab die Rosinen weggelassen.

Also, wer noch für Weihnachten schnell etwas backen möchte, hier das Rezept:

Zutaten:
125 g Joghurt (ich hab griechisches mit 2% Fett genommen, Magerjoghurt geht auch)
125 g Butter (Halbfettbutter geht auch)
150 g Zucker
2 Eier
125 g Dinkelvollkornmehl
250 g Haferflocken, fein
½ Pkg. Backpulver
100 g Rosinen (optional)

Zubereitung:
Rohr auf 180 Grad vorheizen.
Butter, Zucker, Joghurt und die Eier schaumig schlagen.
Mehl mit Haferflocken und Backpulver nach und nach hineinrühren. Zum Schluss die Rosinen unter den Teig heben.
Mit einer großen Sterntülle und Spritzsack kleine Busserl auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Die Busserl vor dem Backen noch etwa 5 Min. stehen lassen, dadurch rinnen sie beim Backen dann nicht so auseinander.
Die Busserl im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad etwa 15 Min. backen.

Entweder zur Hälfte in Schokolade tunken oder wie ich mit Schokolade in feinen Linien verzieren. Die Busserl sind zu Beginn eher fest, werden aber nach ein paar Tagen in der Dose super soft.




December 14, 2014

Weihnachtsvorbereitungen

Wie jedes Jahr stecke ich um diese Zeit in den Weihnachtsvorbereitungen. Ich mache gerne Freunden und Kolleginnen eine Freude mit Geselbertem und bevor alle in die wohlverdienten Feiertage abtauchen, muss ich meine Geschenke fertig bekommen. Letztes Jahr gab es ja für die Damen im Verlag Seife, die ich mit Adsharta gegen einen handgefärbten Kammzug getauscht hatte. Im Frühjahr wenn ich wieder ohne mir die Finger abzufrieren am Balkon arbeiten kann, möchte ich selbst mal probieren Seife zu sieden. Da bleibt jetzt noch genug Zeit, sich in die Materie einzulesen und ein anfängertaugliches Rezept zu suchen.

Hinzu kommt, dass ich bei der aktuellen Runde des Kreativwanderpaketes von Petzi’s Spinnforum mitmache. Ich habe mich fast ganz ans Ende reihen lassen, damit mir noch genug Zeit bleibt, ein paar hübsche Sachen anzufertigen. Mehr wird zur Zeit nicht verraten, soll ja eine Überraschung werden.

Auf der Spule habe ich gerade eine weiße Polwarth-Seidenmischung von World of Wool. Gestern abend habe ich angefangen die drei Singles zu verzwirnen. Zur Zeit suche ich gerade eine Anleitung auf Ravelry für einen einfachen Laceschal. Ich möchte auch Perlen einstricken.

Einen kleinen Teil meiner Fuchswolle habe ich ebenfalls schon gewaschen und muss ich noch kardieren. Das werde ich wohl auch in die Wohnung verlegen müssen, auf dem Balkon ist es bereits definitiv zu kalt dafür.

December 08, 2014

Kerzengießen

Kerzen gieße ich schon seit mehreren Jahren, immer so um die Weihnachtszeit herum, noch bevor Upcycling zum geflügelten Wort wurde. Ich nehme mir zwar immer vor, damit früher anzufangen, aber meistens bin ich im Sommer oder Herbst nicht in der richtigen Stimmung. Ich hatte die letzten beiden Jahre nichts gemacht und nur Wachsreste gesammelt (ich bekomme inzwischen auch reichlich aus dem Bekanntenkreis) und heuer war die Kiste voll sodass es sich wieder lohnte.

Gleich vorneweg: Ich habe im Internet schon etliche Anleitungen zum Kerzengießen gefunden, mit Formen aus Klorollen oder Milchpackungen was sicher möglich ist. Viele meinen allerdings auch, man könne das Wachs ohne Wasserbad oder sogar mit einem Gaskocher schmelzen. Ich rate davon ab solche Experimente zu machen! Wachs schmilzt bereits bei einer Temperatur von 60 °C, alles was darüber hinausgeht ist gefährlich und könnte das Wachs in Brand setzen.

Ich verwende für mein Wachs einen alten Milchkochtopf vom Flohmarkt. Diese Kochtöpfe sind doppelwandig und haben eine seitliche Öffnung, durch die man Wasser einfüllt. Das Wasser wird erhitzt und überträgt die Wärme auf die Innenseite des Topfes ohne sie zu überhitzen. Der Vorteil gegeüber der Methode mit Wasserbadtopf ist, dass das Wasser nicht ins Wachs spritzen kann. Ich gebe mit dem Herd gerade soviel Hitze dass das Wasser kurz ankocht, dann schalte ich aus und nutze die Restwärme der Platte. Genügt das für die Wachsmenge noch nicht, dann einfach nochmals kurz Temperatur geben. Ist das Wachs flüssig, kann man allfällige Dochtreste herausfischen (Schaschlikspieß) und wenn gewünscht einfärben. Kurz vor dem Guß gebe ich auch noch gerne ein paar Tropfen Duftöl hinzu.

Als Formen verwende ich Kerzengußformen aus dem Bastelgeschäft. Diese sind zwar nicht ganz billig, aber ich habe meine schon seit Jahren, da sie ja keine hohen Temperaturen aushalten müssen. Ich verwende am liebsten Stumpenkerzen, aber es gibt viele andere Formen, z.B. Sterne, Kugeln, Herzen u.v.m. Im gut sortierten Bastelgeschäft gibt es auch Dochte und Wachsfarben. Die Dochtstärke sollte man immer dem Durchmesser der Kerze anpassen, am besten sich im Geschäft beraten lassen.

Den Docht so wie es auf der Packung steht verwenden, er hat eine "richtige" und eine "falsche" Seite. Wird er mit der falschen Seite in die Form gespannt, brennt die Kerze später nicht gut. Einen Knoten in die richtige Seite machen, auf der anderen Seite den Docht kurz ins heiße Wachs tauchen und zwischen den Fingern drehen, damit das Wachs den Docht verfestigt. So kann man ihn leichter durch das Loch in der Kerzenform ziehen. Auf der Kerzenunterseite einen Knoten machen, ein Stäbchen durchstecken und den Docht spannen. Es empfiehlt sich außerdem, an der Spitze der Kerze noch zusätzlich mit etwas Plastilin abzudichten, damit kein Wachs auslaufen kann. Danach das Wachs vorsichtig in die Formen gießen.

Man kann auch gestreifte Kerzen machen, indem man verschiedene Wachse in kleineren Mengen in die Formen gießt, erkalten lässt und mit der nächsten Farbe weitermacht. Schräg gestreifte Kerzen erhält man, indem man die Form schräg in eine Schüssel mit Sand stellt und den Winkel je nach Laune verändert. Vom letzten Wach sollte man sich einen Rest zurückbehalten da das Wachs beim Erkalten schrumpft und einsinkt. Den entstehenden Raum kann man dann noch passend ausgießen.

Nach dem Erkalten entfernt man Holzspieß und Plastilin, schneidet den Knoten an der Kerzenoberseite ab und zieht die Kerze am Restdocht heraus. Sollte die Kerze festsitzen, einfach für etwa 10 Minuten in die Tiefkühltruhe legen, dann löst sie sich ganz leicht aus der Kunststoffform.

Abschließend kann man die Kerzen noch nach Gusto verzieren, z.B. mit Blattwachs, in Serviettentechnik, usw.

Wachsreste im Milchkochtopf
Den Arbeitsbereich immer gut mit Zeitungen abdecken

Formen und die daraus entstandenen Kerzen


Fertige Kerzen