June 24, 2010

Filme malen

Ist der Titel eines neuen Buches, welches vorgestern in Wien präsentiert wurde und für dessen grafische Gestaltung ich verantwortlich zeichnete.



Wien nach 1945: Bunte Filmplakate durchbrechen die graue Umgebung der von Schutt und Ruinen gezeichneten Stadt. An den Bretterzäunen der eingeplankten Baustellen, an den Fassaden der in Eile wiedereröffneten Kinos, an immer mehr Orten sind jene großformatigen Ankündigungen zu sehen, die ersehnte Abwechslung im für Viele schwierigen Alltag verheißen.

Die Plakate stammen nicht selten aus dem Atelier von Eduard Paryzek, einem der produktivsten Filmplakatmaler der Nachkriegszeit. Als Vertreter eines heute ausgestorbenen Berufsstandes gehörten seine charakteristischen Pinselstriche bis Anfang der 1970er-Jahre zu den eindrucksvollsten Eyecatchern in der Stadt. Sie begleiteten Aufstieg und Niedergang der Wiener Kinolandschaft und sind nicht zuletzt beredtes Zeugnis der sich ausbreitenden Populärkultur US-amerikanischen Zuschnitts.

Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek.
21 x 24 cm, 176 Seiten, durchgehend farbig bebildert.
Erschienen im Verlag Anton Pustet, Salzburg. EUR 24,00.

Dazwischen habe ich natürlich auch noch einige andere Bücher gestaltet und gesetzt und zwar den neuen Wanderatlas Salzburg – Berchtesgaden von Clemens M. Hutter, Verewigt in Salzburg, ebenfalls von Clemens M. Hutter, Das Straßentheater kommt! von Sandra Marchart über das Salzburger Straßentheater (Präsentation am 23. Juli 2010 in der Stiegl Brauwelt in Salzburg sowie Wilfried Haslauer: Rede und Antwort, welches am 8. Juli im Theater in der Druckerei präsentiert wird.